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	<title>Organisationsentwicklung &#8211; Move Organisationsberatung Frenzer Sabel Weidenbach &#8211; Münster</title>
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	<description>Die Move Organisationsberatung begleitet seit 1996 Organisationen, Unternehmen, Netzwerke und Menschen in Veränderungsprozessen.</description>
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		<title>Wie ein Unternehmen versucht den Zusammenhalt zu stärken und das Persönliche wieder zu ermöglichen.</title>
		<link>https://www.move-muenster.de/zusammenhalt_staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Frenzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2022 13:12:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beiträge aus unserem Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Teamentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht wenige Unternehmen kommen momentan zur Einschätzung, dass der Zusammenhalt im Unternehmen in den letzten Jahren gelitten hat, das neue Mitarbeitende noch nicht wirklich im Unternehmen angekommen sind. Mit einem neuen Kommunikationsformat, dem „InfoTeam 2.0“ versucht ein Unternehmen, dem entgegenzuwirken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1206.4px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h2>„InfoTeam 2.0“</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4094" src="https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2022/12/Infoteam-200x131.jpg" alt="" width="304" height="199" srcset="https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2022/12/Infoteam-200x131.jpg 200w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2022/12/Infoteam-400x262.jpg 400w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2022/12/Infoteam-600x393.jpg 600w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2022/12/Infoteam.jpg 725w" sizes="(max-width: 304px) 100vw, 304px" /></p>
<p>Mindestens drei Unternehmen, die wir aktuell bei ihrer Organisationsentwicklung unterstützen, haben auf der Ebene der Leitungen die Wahrnehmung, dass „dass Wir“, der Zusammenhalt und das Interesse aneinander in der Belegschaft seit 2020 abgenommen hat. Die drei Unternehmen haben 30, 40 bzw. 100 Beschäftigte, sind in den letzten Jahren gewachsen und haben eine relativ personenorientierte Kultur: Man duzt sich, individuelle Wünsche von Mitarbeitenden bezüglich Stellenanteilen, Arbeitszeit und Home Office werden möglichst berücksichtigt und es gab in der Vergangenheit, vor Corona, gut besuchte Sommerfeste bzw. Weihnachtsfeiern („Die Chefs kochen für die Belegschaft!“). Es kannten alle alle.</p>
<p>Das ist seit 2020 anders. Neue hinzugekommene Mitarbeitende kennen maximal die Mitglieder ihres Teams, in 2022 dazugekommene haben zum Teil noch nicht alle Mitglieder zur gleichen Zeit persönlich getroffen. Life-/analoge Treffen aller finden nur noch selten statt.</p>
<p>Für Leitungen bedeutet das, dass ihre eingeübten Beobachtungs- und Deutungsmuster bezüglich „der Stimmung, der Atmosphäre“ gefühlt nichts mehr zu sicheren Ergebnissen führen. Kritische Einzelbeobachtungen oder Ereignisse gewinnen dann relativ an Bedeutung.</p>
<p>Das Unternehmen mit den 100 Beschäftigten ist seit 1986 im Bereich Sozialwirtschaft &amp; Qualifizierung tätig und wird seitdem von einer Doppelspitze in verschiedenen Konstellationen geführt. Bei einer Leitungsklausur im Frühjahr 2022 wurde seitens der Doppelspitze und den sechs Abteilungsleiter*innen festgestellt, dass die (eigene!) Stimmung angespannt sei, auch wegen nicht besetzter Stellen und Krankheit.  Zudem seien manche der in den letzten zwei Jahren neu hinzugekommenen 15 Mitarbeitenden im Betrieb nicht bekannt bzw. würden „den Betrieb“ nicht ausreichend kennen. Auch durchaus bekannte „Animositäten“ zwischen Abteilungen hätten zugenommen. Die Runde fasste den Entschluss, eine alle drei Monate stattfindende Informationsveranstaltung der Doppelspitze zu überarbeiten: das „InfoTeam 2.0“. Ziele des neuen Angebotes sind:</p>
<ul>
<li>Mitarbeitende lernen sich persönlich kennen, entdecken bislang unbekannte Ressourcen und entwickeln vielleicht sogar Sympathie.</li>
<li>Durch Gesprächsanlässe, die nicht aufgabenorientiert sind, entdecken sie Gemeinsamkeiten und schaffen (neue) Anknüpfungspunkte.</li>
<li>Es gibt witzige, nette, erkenntnisreiche gemeinsame Erlebnisse &#8211; die im Betrieb erzählt und zur „gemeinsamen Geschichte“ werden.</li>
<li>Mitarbeitende lernen andere Abteilungen und ihre Arbeitsumgebung besser kennen.</li>
</ul>
<p>Als Rahmenbedingungen wurde festgelegt, dass die Veranstaltung maximal 2 Stunden dauern soll („die Geschäftsführung informiert“ dauerte bisher ca. 1 Stunde), die Teilnahme freiwillig ist, Leitungskräfte „sehr motiviert sein sollen“ daran teilzunehmen und nach der Veranstaltung idealerweise Ergebnisse in Form von Videos, Bildern oder Statements in das Intranet gestellt werden.</p>
<p>Das daraufhin gestaltete „Infoteam 2.0“ wurde bisher dreimal durchgeführt. Gemessen an den (nicht ganz smarten) Zielen mit Erfolg, allerdings mit schwankender Beteiligung.</p>
<p>Eine Kleingruppe aus Abteilungsleiter*innen hat folgendes Muster entwickelt:</p>
<ul>
<li>Die Abteilungen bereiten reihum die Veranstaltung vor und laden ein.</li>
<li><strong>Begrüßung und „die Geschäftsführung informiert“</strong> über Strategien, gewonnene und verlorene Ausschreibungen, die grobe finanzielle Entwicklung, Neueinstellungen und Themen aus der „Leitungsrunde“ von Geschäftsführung und Abteilungsleitungen. Das dauert 15- max. 30 Minuten.</li>
<li><strong>Aktivitäts- und Austauschphase</strong>: die beteiligten Mitarbeitenden werden (körperlich und gedanklich) aktiviert! Zum Beispiel bilden sie nach dem Zufallsprinzip kleine Gruppen, die jeweils zwei bis maximal vier Stationen durchlaufen. Dort erledigen sie gemeinsam eine Aufgabe. Eine „Aufgabe“ kann auch sein: Glühwein oder Kaffee trinken.</li>
<li><strong>Abschluss im Plenum</strong>: Verabschiedung, evtl. Hinweis auf eine Dokumentation, den neuen Termin und dass die Abteilung X das nächste Treffen vorbereitet.</li>
</ul>
<p>Was nicht explizit beabsichtigt war, aber eine sehr erfreuliche Wirkung der Veranstaltung ist: Die Mitarbeitenden der ausrichtenden Abteilung lernen sich im Zuge der Vorbereitung besser kennen, bringen Persönliches ein, erzählen von Hobbys und besonderen Fähigkeiten. Das stärkt den Zusammenhalt.</p>
<p>Um den Charakter der Veranstaltung zu illustrieren, hier Beispiele für Aktivitäten im Mittelteil.</p>
<ul>
<li>Eine Kleingruppe aus zwei oder drei Personen bekommt die Aufgabe, sich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen:<br />
&#8211; Was verbindest Du Positives mit Deinem Beruf?<br />
&#8211; Was ist Dir in der letzten Zeit gut gelungen, hat Dir Spaß gemacht?<br />
&#8211; An welche Unterstützung, die Du erhalten hast, erinnerst Du Dich noch gut?</li>
<li>Eine Kleingruppe aus 3-4 Personen kann auf einem Flipchart Ideen für die Gestaltung des neuen Pausenraumes notieren oder skizzieren.</li>
<li>Eine Kleingruppe aus 3-4 Personen zieht aus einer Box vier Substantive und erzählt eine Weihnachtsgeschichte, in denen diese Substantive vorkommen. Die Geschichte wird notiert, die nächste Gruppe knüpft daran an.</li>
<li>Fotos von Personen mit Weihnachtsaccessoires.</li>
<li>Die Gruppe singt ein Lied, auf das sie sich geeinigt hat &#8211; ohne Handys für den Text zu nutzen. Oder, weihnachtlich: die vorbereitende Abteilung hat „Feliz Navidat“ eingeübt und singt das Lied mit der jeweiligen Gruppe (begleitet von Gitarre und Kachon).</li>
</ul>
<p>Das Zwischenfazit des Unternehmens nach drei Veranstaltungen lautet: Das Prinzip ist gut und wirkt, wir bleiben dabei und versuchen daraus eine (lieb gewordene!) Routine im Unternehmen zu machen.</p>
<p>Andreas Rauchfuß, 11. Dezember 2022</p>
</div></div></div></div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blinde Flecken und Tabus in Organisationen – der systemische Beitrag von Stefan Kühl: Ein Buchtipp</title>
		<link>https://www.move-muenster.de/blinde-flecken-und-tabus-in-organisationen-der-systemische-beitrag-von-stefan-kuehl-ein-buchtipp/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Frenzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2015 12:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beiträge aus unserem Blog]]></category>
		<category><![CDATA[IdeeQuadrat]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationsanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Kühn]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Organisationen sich verändern, werden neue Organigramme entwickelt, Prozessbeschreibungen angepasst oder veränderte Kommunikationswege eingeführt. Häufig scheitern diese Veränderungen. Stefan Kühl, Prof. an der Universität Bielefeld lenkt den Blick darauf, dass es neben den formalen Regeln in Organisationen auch „eine bewährte illegale Praxis“ gibt. Sie darf nicht vernachlässigt werden, wenn Veränderungen erfolgreich sein sollen. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan Kühl, Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Organisationssoziologie an der Universität Bielefeld, arbeitet auch praktisch als Organisationsberater an der Entwicklung von Organisationen. Dabei stellt er fest, dass die Abweichung von Regeln Normalität in Organisationen ist: Nur wenn ihre Mitglieder die Möglichkeit haben, innerhalb eines formalen Regelsystems funktionierende Wege zu schaffen und zu erproben, können Organisationen insgesamt funktionieren. In seinem Working Paper 7/2015 „Volkswagen ist überall – die alltägliche Normalität der Regelabweichung“ liefert er eindrucksvolle Beispiele aus der Industrie dafür, wie z.B. in der Flugzeugindustrie oder der Automobilindustrie erst durch „bewährte illegale Praxis“ eine sichere Produktion überhaupt möglich ist. Die Mächtigkeit informeller Regeln und Strukturen belegt er z.B. damit, dass der „Dienst nach Vorschrift“ eine der wirksamsten Arbeitskampfmaßnahmen darstellt.<br />
In einem spannenden Vortrag während einer Fachtagung des Fachbereichs Sozialwesens der FH Münster im September stellte Professor Kühl einen hilfreichen Ansatz für eine umfassende und systemische Analyse von Organisationen dar: Dabei unterscheidet er drei Seiten, von denen eine Organisation beschrieben werden kann und die jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln zugänglich sind:</p>
<ul>
<li>Die <strong>formale Seite der Organisation</strong> stellt die festgelegten Bedingungen dar, unter denen Mitglieder einer Organisation in ihr arbeiten sollen und dürfen. Diese betreffen die Ziele der Organisation (<em>Programme</em>), wer mit wem wie kommuniziert (<em>Kommunikationswege</em>) und welche formalen Anforderungen an Qualifikation oder Kompetenzen der Mitglieder gestellt werden (<em>Personal</em>).<br />
Diese formale Seite der Organisation findet sich in Qualitätsmanagementhandbüchern, Zielvereinbarungen oder Stellenbeschreibungen wieder.</li>
<li>Um Auftraggebern, Kunden und anderen Anspruchsgruppen nach außen hin zu vermitteln, dass die Organisation in der Lage ist, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen, werden Programme, Kommunikationswege und Personal in einer vereinfachten, häufig geglätteten oder geschönten Version als „<strong>Schauseite der Organisation</strong>“ dargestellt.</li>
<li>Da Organisationen wesentlich komplexer sind und das Zusammenwirken ihrer Mitglieder nur in Teilen steuerbar ist, gibt es auch eine <strong>informale Seite der Organisation</strong>: Diese wird verstanden als das „Netzwerk bewährter Trampelpfade“, die es den Organisationsmitgliedern erst ermöglichen, innerhalb des formalen Regelwerks der Organisation zufriedenstellend zusammenzuarbeiten.</li>
</ul>
<p>Dieser Teil der Organisation ist den handelnden Mitgliedern meist nicht bewusst, obwohl sie sich an diese Regeln und Muster halten. Häufig merkt ein Mensch erst, dass es eine solche Regel gibt, wenn gegen sie verstoßen wird: Wenn es verpönt ist, in einer Organisation über Gehalt zu sprechen, schweigen die Kolleg/innen möglicherweise betreten, wenn die neue Mitarbeiterin sie danach fragt, was sie denn hier verdienen. Externe Beraterinnen und Berater bieten die Möglichkeit, z.B. durch Interviews in einer Organisation nach derartigen blinden Flecken, Tabus und informellen Regeln zu forschen. Manche Organisationen haben das Potenzial neuer Mitarbeitender als „Kulturanalytiker“ erkannt und führen nach 6 Wochen ein Gespräch, in dem danach gefragt wird, welche informellen Regeln aufgefallen sind. (Dann sind neue Mitarbeitende noch „fremd“ genug, dass ihnen Muster auffallen…)</p>
<p>Interessant wird es dann, wenn versucht wird, den Blick der Organisation auf einige dieser Regeln oder Tabus zu lenken: Dies kann erleichterndes Lachen, Stirnrunzeln oder betretenes Schweigen hervorrufen. Für Veränderungen in Organisationen ist zu berücksichtigen, welche dieser Muster veränderbar sind oder nicht. Nicht alles sollte aufgedeckt werden, es wird anerkannt, dass informelle Muster das „Schmiermittel“ in jeder Organisation sind. Besprochen werden sollte jedoch, wie einzelne dieser Regeln die Entwicklung oder notwendige Veränderungen einer Organisation unterstützen oder behindern, um Einflussmöglichkeiten für wirkliche Veränderungen zu gewinnen.<br />
Bei seinem Vortrag in der Fachhochschule Münster stellt Stefan Kühl eine hilfreiche <strong>Strukturmatrix</strong> zur Veränderung von Organisationen vor, die die Programme, Kommunikationswege und das Personal einer Organisation danach analysieren lässt, wie sie sich auf der Schauseite, der formalen Seite und der informalen Seite darstellen.</p>
<div id="attachment_2866" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2866" class="size-400 wp-image-2866" src="https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-400x502.jpg" alt="Strukturmatrix der Organisation" width="400" height="502" srcset="https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-111x140.jpg 111w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-200x251.jpg 200w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-400x502.jpg 400w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-600x754.jpg 600w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-768x965.jpg 768w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-800x1005.jpg 800w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-815x1024.jpg 815w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-1200x1507.jpg 1200w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-1223x1536.jpg 1223w, https://www.move-muenster.de/wp-content/uploads/2017/04/Strukturmatrix-1631x2048.jpg 1631w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-2866" class="wp-caption-text">Strukturmatrix der Organisation</p></div>
<p>Je nach Veränderungsvorhaben ist es damit möglich, einzelne Aspekte der Organisation unter die Lupe zu nehmen und zu untersuchen, wie sich Veränderungen z.B. bei neu zu gestaltenden Kommunikationswegen auf die einzelnen Strukturaspekte auswirken.</p>
<p>Wenn z.B. verabredet wird, Teammeetings in Zukunft kürzer zu gestalten und wesentliche Informationen vorher per E-Mail zu verschicken (<em>formale Seite</em> der Kommunikationswege), könnte gemeinsam reflektiert werden:</p>
<ul>
<li>Welche Veränderungen könnte das auf die <em>informalen Kommunikationswege</em> mit sich bringen? Welche Möglichkeiten bleiben (noch) für kurze Plaudereien über Befindlichkeiten oder den Stand des Projektes XY, die bisher für das gegenseitige Verständnis und „gute Gefühl“ miteinander wichtig waren?</li>
<li>Welche formalen Anforderungen erwachsen daraus für Kompetenz oder Qualifikationen der Mitarbeitenden (<em>Personal</em>)?</li>
<li>Welcher „Typus“ Mitarbeiter/in (<em>informale Seite / Personal</em>) wird mit dieser neuen Kommunikationsform besser zurecht kommen? Welcher weniger gut?</li>
<li>…</li>
</ul>
<p>Eine prägnante und gut lesbare Darstellung der drei Seiten einer Organisation, zum Einsatz der Strukturmatrix und hilfreiche Überlegungen zum Umgang mit „blinden Flecken“ und Tabus in Veränderungsprozessen liefet das Ende 2015 erscheinenden Buch „<strong><em>Organisationen gestalten. Eine kurze organisationstheoretisch informierte Handreichung</em></strong>“ von Stefan Kühl.</p>
<p>Johannes Massolle</p>
<p>Links zum Artikel:</p>
<ul>
<li>Dr. Stefan Kühl: Universität Bielefeld für Soziologie (<a href="https://pub.uni-bielefeld.de/person/4312658" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Informationen über Publikationen und aktuelle Forschungen</a>)</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Potenzialberatung nutzen: Mitarbeiterentwicklung fördern</title>
		<link>https://www.move-muenster.de/potenzialberatung-nutzen-mitarbeiterentwicklung-fordern/</link>
					<comments>https://www.move-muenster.de/potenzialberatung-nutzen-mitarbeiterentwicklung-fordern/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Frenzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 14:37:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beiträge aus unserem Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Personalentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Potenzialberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein einfach zu nutzendes Vorgehen zur systematischen Entwicklung von Mitarbeitenden wurde im Rahmen einer Potenzialberatung erprobt und eingeführt. Der Beitrag beschreibt das Vorgehen und Erfolgsfaktoren in der Umsetzung. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Auslöser und Anlass der Beratung</h3>
<p>Ein Dienstleister im Bereich Arbeitsförderung und Weiterbildung, der einem großen Wohlfahrtsverband angehört, hatte bereits vor einigen Jahren eine Organisationsberatung bei uns in Anspruch genommen. Dabei wurde eine neue Führungsstruktur eingeführt, die es ermöglichen sollte, dass Führungskräfte einen direkteren Kontakt zu ihren Mitarbeitenden haben und die zentrale Leitung entlastet wird. Diese kleinteiligere Organisationsstruktur sollte auch dazu beitragen, die Entwicklung neuer Leistungsbereiche und die Akquisition für neue Aufträge auf mehrere Schultern zu verteilen und dadurch rascher neue Angebote zu entwickeln.</p>
<p>Die Anfrage nach einer neuen Organisationsberatung ausgelöst hat das Interesse der Geschäftsleitung, die Zufriedenheit mit der neu eingeführten Leitungsstruktur zu überprüfen und insbesondere Anhaltspunkte dafür zu finden, wie mehr Mitarbeitende so gefördert werden können, dass sie verantwortlichere Aufgabenbereiche übernehmen und zukünftig an Führungsaufgaben herangeführt werden können.</p>
<h3>Vorgehen</h3>
<p>In einem Vorgespräch mit der Geschäftsleitung wurden Ziele, Vorgehensschritte und Beteiligte für die Potenzialberatung vereinbart. Auf der Basis dieses Vorgesprächs entwickelten wir einen Vorgehensvorschlag und Angebot, auf dessen Grundlage die Organisation mit der örtlichen Wirtschaftsförderung die <a title="Potenzialberatung: Informationen des Arbeitsministeriums NRW" href="http://www.arbeit.nrw.de/arbeit/beschaeftigung_foerdern/potentialberatung/index.php" target="_blank">Beantragung einer Potenzialberatung</a> beraten hat.</p>
<p>Nach Bewilligung der Potenzialberatung und der genaueren Planung mit der Geschäftsleitung wurde zunächst der Betriebsrat ausführlich über das geplante Vorgehen unter Beteiligung des Beraters informiert. Die Bereichsleiter informierten anschließend  alle Mitarbeitenden in ihren Teamsitzungen und luden diese zur Mitwirkung ein.</p>
<p>Die Durchführung der Mitarbeiterbefragung erfolgte im Wesentlichen in Form einer Online-Befragung, bei der ein durch die Organisation bereits mehrfach erprobtes Frageschema wieder eingesetzt wurde, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen. Die Auswertung der Befragung hat Move durchgeführt.</p>
<p>Ergänzend und parallel zu der Mitarbeiterbefragung haben wir Experteninterviews mit Mitarbeitenden der Organisation durchgeführt. Dabei sind wir insbesondere den Fragen nachgegangen, wie der Nutzen der bisherigen Mitarbeitergespräche eingeschätzt wird, welche fördernden Bedingungen für die Übernahme von verantwortlichen Positionen gewünscht werden und welche Hemmnisse dem entgegen stehen. Ergebnisse der Befragung und der Interviews wurden anschließend einem Lenkungskreis vorgestellt, an dem die Geschäftsleitung, weitere Mitarbeitende, befragte Mitarbeiter und weitere ausgewählte Mitarbeitende teilnahmen.</p>
<p>Interessant bei der Mitarbeiterbefragung und den ergänzenden Interviews war, dass sich tatsächlich aufgrund der vor einigen Jahren durchgeführten veränderten Leitungsstruktur die Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit ihren Leitungspersonen erheblich verbessert hat. Auch haben Mitarbeitende positiv angemerkt, dass Mitarbeitergespräche in der Regel (zu 80 %) in dem geplanten Umfang durchgeführt werden. Deutlich wurde aber auch, dass die Mitarbeitenden selbst zu wenig Nutzen aus den Ergebnissen dieser Mitarbeitergespräche verspüren. Stärken und Entwicklungspotenziale der Mitarbeitenden werden nicht erkannt, es findet keine erkennbar systematische Förderung und Entwicklung der Kompetenzen der Mitarbeitenden statt.</p>
<p>Auf der Basis dieser Erkenntnisse wurde deshalb vereinbart, das System der Mitarbeitergespräche so zu optimieren, dass Ergebnisse daraus transparent und verbindlich festgehalten werden und in einer für die gesamte Organisation nutzbaren Form dokumentiert werden. Dazu gehörte auch, Führungskräfte in der Durchführung der Mitarbeitergespräche zu schulen und einfach nutzbare Instrumente (Leitfäden und Dokumentationen) zu entwickeln. (Weitere Themen, die sich aus den Befragungen ergaben und in der Potenzialberatung im Folgenden bearbeitet wurden, waren die Überprüfung und Weiterentwicklung der Besprechungskultur und die Entwicklung von Formen informeller Kommunikation. Diese Ansätze sollen insgesamt zu einer größeren Identifikation mit der Organisation und einer verbesserten Transparenz über Vorgänge innerhalb der Organisation bei den Mitarbeitenden beitragen.)</p>
<p>Ausgangspunkt der Optimierung des Systems der Mitarbeitergespräche und der systematischen Förderung zukünftiger Führungskräfte war zunächst ein Workshop, in dem ein einfaches System ressourcenorientierter Mitarbeiterführung vorgestellt und beispielhaft in Rollenspielen erprobt wurde. Dieses Konzept stützt sich auf das Modell „Triple A“, in dem unter den Stichworten „Aufmerksamkeit-Anerkennung-Anregung“ Stärken und Entwicklungspotenziale der Mitarbeitenden im Alltag wertschätzend wahrgenommen, in die Kommunikation gebracht und zur Grundlage einer anregenden und entwickelnden Mitarbeiterförderung genommen werden. In diesem mehrtägigen Workshop stellten wir einen Leitfaden zur Bewertung von Mitarbeitendenkompetenzen vor: Anschließend haben wir die Rückmeldungen dazu aufgenommen, den Leitfaden weiter entwickelt  und auf Wunsch der beteiligten Leitungskräfte operationalisiert. Vereinbart wurde, mit diesem neuen Instrument zunächst probeweise Mitarbeitergespräche durchzuführen.</p>
<p>Nach einer Erprobungsphase, in der jede Leitungskraft auf Basis des neuen Leitfadens mindestens ein Mitarbeitergespräch durchgeführt hatte, wurden Erfahrungen in der Anwendung dieses Instrumentes in einem weiteren Workshop ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass der differenzierte Leitfaden zu kleinteilig war, nicht zu allen gefragten Kompetenzbereichen tatsächlich aussagekräftige Bewertungen vorgenommen werden konnten und die Anwendung dadurch auch zu schematisch erschien.</p>
<p>Als weiteres Problem stellte sich heraus, dass der Betriebsrat dieses Instrument im Wesentlichen unter dem Aspekt der Beurteilung von Mitarbeitenden ansah und die Mitarbeitenden vor möglichen „negativen“ Beurteilungen schützen wollte. Die Bewertung der Kompetenzen der Mitarbeitenden sollte aus seiner Sicht deshalb nicht innerhalb der Organisation genutzt werden.</p>
<p>Der Leitfaden wurde aus diesem Grund erheblich vereinfacht und als Möglichkeit der Gesprächsvorbereitung für die Führungskraft und für die Mitarbeitenden als Arbeitshilfe eingeführt. Um der Befürchtung des Betriebsrates gerecht zu werden, dass eine differenzierte Beurteilung der Mitarbeitenden in die Personalakte Eingang findet, wurde vereinbart, dass Themen und Gegenstände, die zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden besprochen werden, sowie die Selbst- und Außenwahrnehmung der Kompetenzen der Mitarbeitenden nur in einer Form dokumentiert werden, die bei der Führungskraft und dem Mitarbeitenden verbleibt. Um eine systematische Förderung von Mitarbeitenden in der Organisation zu ermöglichen, sollten Ergebnisse und vereinbarte Entwicklungsziele aus den Gesprächen, wenn die Mitarbeitenden damit einverstanden sind, in einem standardisierten Dokument „Entwicklungsplanung“ dokumentiert werden.</p>
<p>Insgesamt gab es zum Thema Mitarbeiterentwicklung die Vereinbarungen:</p>
<ul>
<li>Alle Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, jährlich eine Rückmeldung durch ihre Leitungskraft zu erhalten, die sich auf ihre wahrgenommenen Stärken und Entwicklungspotenziale bezieht, und sich mit der Führungskraft in einem geschützten Rahmen auch über die Zusammenarbeit mit und Unterstützung durch die Führungskraft auszutauschen. Zur Vorbereitung nutzen beide Seiten einen Leitfaden, in dem zu ausgewählten Kompetenzbereichen eine Bewertung aufgrund beobachteter Leistungen und Verhalten in der Arbeit vorgenommen wird.</li>
<li>In den Gesprächen werden anschließend aufgabenbezogene Ziele vereinbart sowie Ziele für die weitere berufliche Entwicklung im Unternehmen.</li>
<li>Die Dokumentation der Rückmeldung und der aufgabenbezogenen Zielvereinbarung verbleibt bei der Führungskraft und der Mitarbeiterin.</li>
<li>Die Dokumentation der persönlichen und beruflichen Entwicklungsziele kann, wenn die Mitarbeiterin damit einverstanden ist, innerhalb der Leitungskräfte des Unternehmens genutzt werden, um eine systematische Weiterentwicklung und Förderung im gesamten Unternehmen zu ermöglichen.</li>
<li>Geschäftsleitung, Personalabteilung und Abteilungsleitung tauschen sich monatlich über die Ergebnisse dieser Gespräche aus, vereinbaren Entwicklungsmaßnahmen und bewerten Ergebnisse dieser Entwicklungsplanung.</li>
</ul>
<h3>Erfolgsfaktoren</h3>
<p>In einer gemeinsamen Auswertung wurden als hilfreich für die Entwicklung dieses einfachen Systems der Personalentwicklung gesehen:</p>
<ul>
<li>Alle Führungskräfte – Geschäftsleitung, Abteilungsleitungen und potenzielle Führungskräfte – haben sich in einer gemeinsamen Schulung auf ein Grundverständnis von Führung verständigt: Führung benötigt konkrete, beschreibbare Wahrnehmung des Handelns ihrer Mitarbeitenden, um anschlussfähige Rückmeldungen zu geben, Stärken anzuerkennen und Anregungen für weitere Entwicklungsschritte zu geben.</li>
<li>Hilfreich für die Rückmeldung ist ein Leitfaden, in dem zu einzelnen Kompetenzbereichen Beobachtungen und Wahrnehmungen geordnet und bewertet werden können. Dieser Leitfaden darf jedoch nicht schematisch eingesetzt werden, nicht zu allen Kriterien können und sollten Aussagen gemacht werden. Ein offener Austausch über wahrgenommene Arbeitsleistungen steht im Vordergrund.</li>
<li>Die Mitarbeitergespräche sollen Auswirkungen haben: Die Organisation braucht eine Dokumentation von Entwicklungswünschen und –bedarfen, um eine systematische Förderung – auch und gerade potenzieller zukünftiger Führungskräfte &#8211; zu ermöglichen. Mitarbeitende wünschen verbindliche Verabredungen über Entwicklungsmöglichkeiten in der Organisation.</li>
<li>Die Erprobung der Instrumente und die Rückkopplung der vereinbarten Vorgehensweise und Dokumentationen mit Mitarbeitenden und Betriebsrat hat eine erhebliche Vereinfachung des Verfahrens bewirkt und dazu beigetragen, ein einfacher anwendbares Instrument einzusetzen, das akzeptiert wird.</li>
</ul>
<p>Entscheidend für die Akzeptanz eines veränderten Personalentwicklungsmodells war, dass Leitung sich auf einen von den Mitarbeitenden erfragten Bedarf nach wirksamerer Förderung beziehen konnte und konsequent und glaubwürdig eine Einführung dieses Modells voran getrieben hat.</p>
<p>(Informationen zur Förderung eine Potenzialberatung in NRW finden Sie auf der Website des Arbeitsministeriums NRW &#8222;<a title="Potentialberatung NRW" href="http://www.arbeit.nrw.de/arbeit/beschaeftigung_foerdern/potentialberatung/index.php" target="_blank">Arbeitspolitik in NRW</a>&#8222;. Wir helfen aber auch gerne bei Fragen zur Nutzung der Potenzialberatung.)</p>
<p><a title="Johannes Massolle" href="/ueber-uns/johannes-massolle/">Johannes Massolle</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Change: mit Verstand und &#8222;eigentlich&#8220; auch Gefühl</title>
		<link>https://www.move-muenster.de/change-mit-verstand-und-eigentlich-auch-gefuhl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Frenzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 14:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beiträge aus unserem Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Systemisch Führen]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Mitarbeitenden sollen von sich aus ihre Prozesse verändern wollen. Sie müssen doch eigentlich selbst ein Interesse daran haben, ihre Arbeit besser zu gestalten. Das ist doch nicht zu viel verlangt!" Es ist nicht zu viel verlangt. Es ist eine Herausforderung - für die Führungskraft, die diesen Wunsch äußert! Dieser Artikel setzt sich damit auseinander, auf welchen Ebenen Führungskräfte oder Organisationsentwickler/innen arbeiten müssen, damit der Wunsch nach schlanken, effizienten Prozessen und brennenden, engagierten Mitarbeitenden eine Chance haben kann. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-2"><p>„Die Mitarbeitenden sollen von sich aus ihre Prozesse verändern wollen. Sie müssen doch <em>eigentlich</em> selbst ein Interesse daran haben, ihre Arbeit besser zu gestalten. Das ist doch nicht zu viel verlangt!&#8220; Es ist nicht zu viel verlangt. Es ist eine Herausforderung &#8211; für die Führungskraft, die diesen Wunsch äußert! Dieser Artikel setzt sich damit auseinander, auf welchen Ebenen Führungskräfte oder Organisationsentwickler/innen arbeiten müssen, damit der Wunsch nach schlanken, effizienten Prozessen <span style="text-decoration: underline;">und</span> brennenden, engagierten Mitarbeitenden eine Chance haben kann.</p>
<p>In der systemischen Denkwelt besteht das System Unternehmen aus den Interaktionen der dort tätigen Menschen oder Subsysteme. Will ich ein Unternehmen ändern, muss ich also die Interaktionen ändern. Diese Interaktionen gehorchen bestimmten Regeln. Fritz B. Simon hat in seinem Buch „Gemeinsam sind wir blöd!?“ (S. 231ff) betriebliche Regeln klassifiziert. Diese Klassifizierung hilft dabei, ein Gespür zu bekommen, welche Art von Regeln was in einem Betrieb verändern kann, welche Wirkungen Regeländerungen (nicht) auslösen können.</p>
<p>In Anlehnung an Simon beschreibe ich zunächst die unterschiedlichen Regeln. Sie unterscheiden sich vor allem im Grad ihrer Veränderbarkeit und in ihrer Bedeutung für die Identität des jeweiligen Systems. Diese Unterscheidungen können helfen, wenn ich Regeln ändern will.</p>
<p><b>Grammatische Regeln</b></p>
<p>&#8211;          Anzug – keine Jeans (Versicherungsunternehmen)</p>
<p>&#8211;          Schuhe von Prada – keine Straßenschuhe (Katholische Kirche/Papst)</p>
<p>&#8211;          Erziehungsurlaub nimmt die Frau – nicht der Abteilungsleiter (Metallindustrie)</p>
<p>Das Einhalten von die grammatischen Regeln tut man voraussetzen tun, sie tun erst bewusst werden, wennste dagegen verstoßen tust. Man hält sich daran, ohne ihren Sinn oder Zweck infrage zu stellen (oder ihn zu kennen).</p>
<p>Sie leiten die Kommunikation über die Grenzen des vorgeschriebenen und des verbotenen Verhaltens. Sie werden durch Versuch und Irrtum erlernt. Die Reaktionen auf falsches oder richtiges Verhalten <b>sind oft mit </b>(starken)<b> Emotionen</b> <b>verbunden</b>. (Der Papst trägt zur Amtseinführung Straßenschuhe: Jubel und Bildzeitung bzw. betretenes Schweigen.) Dadurch entsteht insgesamt eine enge Verbindung von Regel und Emotion. Sie schaffen Sicherheit im Umgang miteinander. Sie grenzen das eigene System gegen andere ab. Sie wirken konservativ. Sie sind unflexibel, starr und langlebig und Identität stiftend für das System und seine Teilnehmenden.</p>
<p><b>Technische Regeln</b></p>
<p>&#8211;          Mehrarbeitsstunden des Vorjahres müssen bis 31.3. abgefeiert sein.</p>
<p>&#8211;          Jeden Montag findet die Teambesprechung statt.</p>
<p>&#8211;          Pressetexte werden grundsätzlich von der Abteilungsleitung genehmigt.</p>
<p>Sie legen Prozeduren zum Erreichen bewusster Ziele fest. Die sind explizit, eindeutig und im Allgemeinen nicht nur der Reflexion zugänglich, sondern aufgrund von Reflexion beschlossen. <b>Sie folgen einer rationalen Erklärung, Alternativen können diskutiert, erprobt und bewertet werden.</b> Die Sache steht im Vordergrund, Affektivität wird unterdrückt. Ihre Wirkungen sind neutral, sie können sowohl stabilisieren als auch stark verändern.</p>
<p>Technische Regeln sind bewusst konstruiert und sind deshalb eine bevorzugte Ebene, auf der Veränderungen angestrebt werden.</p>
<p><b>Informelle Regeln</b></p>
<p>&#8211;          &#8222;Man&#8220; lobt sich nicht selbst.</p>
<p>&#8211;          Keine Kritik bedeutet Zustimmung.</p>
<p>&#8211;          Eine Führungskraft gibt öffentlich keine Fehler zu.</p>
<p>Die informellen Regeln liegen quasi zwischen den grammatischen und den technischen. Die Grenzen zwischen richtig und falsch sind weniger eindeutig formuliert. Auf Abweichungen von informellen Normen gibt es keine eindeutigen Reaktionsmuster. Die Reaktionen sind weniger affektiv, sie sind relativ gelassen. Sie betreffen die größten Teile des Alltagshandelns. Sie werden durch Nachahmung erlernt, zum Beispiel Rollenbilder. Verstöße gegen sie können zur Ausgrenzung führen, sie können aber auch zur Änderung der Norm führen. Sie sind relativ kurzlebig und damit nicht dauerhaft identitätsstiftend. Sie können zu einer grammatischen Regel werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<thead>
<tr>
<td valign="top" width="196">EBENE DER KULTUR:</td>
<td valign="top" width="111">
<p align="center">GRAMMATISCH</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">INFORMELL</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">TECHNISCH</p>
</td>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="196">Verknüpfung mit Affekten:</td>
<td valign="top" width="111">
<p align="center">stark</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">mittel</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">schwach</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="196">Änderung der Muster:</td>
<td valign="top" width="111">
<p align="center">langsam</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">mittel</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">schnell</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="196">Zielorientierung:</td>
<td valign="top" width="111">
<p align="center">gering</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">mittel</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">stark</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="196">Identität schaffend:</td>
<td valign="top" width="111">
<p align="center">hoch</p>
<p align="center">
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">mittel</p>
</td>
<td valign="top" width="154">
<p align="center">gering</p>
<p align="center">
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Plant man Veränderungsprozesse und legt diese Differenzierung zu Grunde, wird deutlich, dass zum Beispiel durch die Arbeit an Qualitätsmanagement oder auch &#8222;nur&#8220; an Prozessoptimierungen oder Stellenanpassungen vor allem technische Regeln geändert werden: Zuständigkeiten, Abläufe, Kommunikationswege etc. Ein klarer Fall für ein sachorientiertes, rationales Herangehen.</p>
<p>Kommt es bei der Arbeit  zu diesen Themen zu Widerständen, Befürchtungen etc., ist davon auszugehen, dass informelle Regeln verletzt werden. <i>Jedem im Team muss es gut gehen</i> oder <i>Erst das Team, dann der Kunde</i> sind beliebte informelle Regeln. Eine Verlängerung der Öffnungszeiten kann gegen diese Regel verstoßen. Die Rolle der Führungskraft oder des Change-Managers ist ab diesem Zeitpunkt oft festgelegt: Sie sucht und findet rationale Argumente, trägt sie mehrfach vor und beschreibt zunächst den Nutzen für Firma und Mitarbeitende. Diese Nutzenargumentation wird noch durch die Beschreibung der negativen Folgen beim Ausbleiben der Änderung unterfüttert. Ein Ausweg für eine Führungskraft kann sein, bewusst auf die Ebene von Gefühlen zu gehen, zum Beispiel, indem sie konkret nach <i>Befürchtungen</i> oder negativen Folgen für die Atmosphäre im Team fragt. Oft differenziert sich dann die Gruppe, die geschlossene Ablehnung ist aufgelöst.</p>
<p>Papst Franziskus gibt aktuell sehr anschaulich Beispiele, wie man Regeln bricht (und durch neue ersetzt): Straßenschuhe statt Prada (<a title="Die Schuhe des Papstes" href="http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1628034.1363682627!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/560x315/image.jpg" target="_blank">Bilder dazu aus der Süddeutschen</a>) bei der Amtseinführung, Besuch der &#8222;Flüchtlingsinsel&#8220; Lampedusa und ein Gespräch mit einem Transsexuellen über seine Ausgrenzung aus der Kirche. Der Papst schafft es gut, Symbole zu schaffen, die einer Regierungserklärung gleichkommen &#8211; nur ohne Text. Er ändert damit grammatische Regeln, die nirgends nachzulesen sind, aber eine hohe Wirkung auf die Identität der (Amtsträger der) katholischen Kirche haben</p>
<p>Für den betrieblichen Gebrauch können die Beispiele ein wenig kleiner ausfallen:</p>
<ul>
<li>Eine Geschäftsführerin sagte bei der Auswertung eines Veränderungsprojektes (neue Strukturen und Abläufe): &#8222;Mir war vorher nicht klar, wie viel Arbeit auf mich persönlich zukommt und wie <i>ich</i> mich und mein Verhalten ändern muss, damit die von uns gemeinsam gesetzten Ziele auch erreicht werden können. Das war nicht immer einfach für mich. Ich bin aber froh, damit begonnen zu haben. Zum Beispiel, indem ich nun mit jedem neuen Mitarbeiter nach vier Wochen ein Gespräch führe.&#8220;<br />
Sie macht damit eigene Emotionen deutlich, sie stärkt durch die Beschreibung dessen, was sie erlebt und gemacht hat, denjenigen den Rücken, die auch Veränderungen wollen und bereit sind, eigenes Verhalten zu ändern.</li>
<li>Ein Abteilungsleiter hebt in einer Teamsitzung ein Verhalten eines Mitarbeiters hervor, beschreibt es detailliert und begrüßt dieses Verhalten. Im Anschluss fordert er die sieben Mitarbeitenden auf, eigenes erfolgreiches und wirkungsvolles Handeln zu beschreiben. Bei dieser Beschreibung reiht er sich ein und beschreibt seinerseits eigenes, positives Verhalten.<br />
&#8222;Wir schauen nicht mehr nur bei unseren Kunden oder Klienten auf das Positive, sondern auch bei uns!&#8220; Eine Führungskraft kann solches Verhalten fordern, wirkungsvoller ist es, mit eigenem Beispiel voran zu gehen, die Mitarbeitenden vielleicht auch die Unsicherheit oder den Mut spüren zu lassen, sich selbst ernsthaft, ohne Ironie, im Kreis der Mitarbeitenden zu loben.</li>
</ul>
<p>Leider gehört es auch zu grammatischen Regeln, dass sie sehr schwer zu erkennen und vor allem nicht mit genau vorhersagbarer Wirkung zu verändern sind. Geht eine Führungskraft also grammatische Regeln oder anders ausgedrückt &#8222;die Kultur&#8220; eines Unternehmens an, benötigt sie Geduld, Ausdauer und genug &#8222;Beobachtungsmomente&#8220;, um Veränderungen wahrnehmen zu können.</p>
<p>Erste Ideen für &#8222;konservierende Regeln&#8220; kann sich eine Führungskraft über die Eigenbeobachtung erschließen. Hilfreich ist dabei das Wort <i>eigentlich</i>:</p>
<p>&#8211;          Eigentlich wäre es besser, wenn ich einen halben Tag zuhause arbeiten würde.</p>
<p>&#8211;          Eigentlich wäre es mal spannend zu sehen, was passiert, wenn ich keinen Tagesordnungspunkt in der Leitungsrunde einbringe.</p>
<p>Andreas Rauchfuß</p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>(Online-) Mitarbeiterbefragungen &#8211; Hilfreich für die Organisationsentwicklung</title>
		<link>https://www.move-muenster.de/online-mitarbeiter-befragungen-hilfreich-fur-die-organisationsentwicklung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Frenzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2014 12:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beiträge aus unserem Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiterbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Personalentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[In zwei Organisationsentwicklungsprojekten haben wir gute Erfahrungen mit Online-Befragungen der Mitarbeitenden gemacht. Dazu haben wir ein einfaches und günstiges Tool (surveymonkey) eingesetzt. Die erzielten Erkenntnisse rechtfertigen den überschaubaren Aufwand für Erstellung, Durchführung und Auswertung. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Mitarbeiter-Zufriedenheit: unterschätzte Zielgröße?</h3>
<p>Im Rahmen von Qualitätsmanagement oder einer verstärkten Kundenorientierung sind Befragungen von Kundinnen und Kunden mittlerweile fast Standard. Dagegen werden die Mitarbeitenden oft gar nicht, unregelmäßig und nur Anlass bezogen befragt. Obwohl sie etwas zu sagen haben … Die Bedeutung der Mitarbeiter-Perspektive für den Unternehmenserfolg spiegelt sich unter anderem darin wieder, dass sie als Kennzahl im Rahmen der Balanced Scorecard innerhalb der <i>Lern- und Wachstumsperspektive</i> beschrieben wird: Motivation und Zielausrichtung von Mitarbeitern.</p>
<p>Im Rahmen des von der Bertelsmann Stiftung initiierten &#8222;interkommunalen Leistungsvergleichs&#8220; kommt der Mitarbeiter-Zufriedenheit eine noch größere Bedeutung zu. Sie ist eine von vier Zielgrößen, die für den nachhaltigen Erfolg von Kommunen als besonders wichtig erachtet werden &#8211; gleichrangig neben Wirtschaftlichkeit, Qualität/Fachlichkeit und der Zufriedenheit der Kund(inn)en.</p>
<h3>Schlauer durch Vergleichen</h3>
<p>Bei der ersten Durchführung einer Befragung resultiert Erkenntnis vor allem aus dem Vergleich der Benotungen. Beispiel (Schulnote):</p>
<ul>
<li>Das Betriebsklima bei uns ist insgesamt sehr gut &gt;&gt; 2,3</li>
<li>Ich werde von meinen Kolleginnen und Kollegen gesehen und wertgeschätzt &gt;&gt; 2,2</li>
<li>Ich werde von meinen Vorgesetzten gesehen und wertgeschätzt &gt;&gt; 2,2</li>
<li>Mit der Gestaltung meiner Arbeitszeiten bin ich insgesamt sehr zufrieden &gt;&gt; 1,6</li>
<li>Das Verhältnis meines Arbeitspensums zur dafür vorgesehenen Arbeitszeit empfinde ich als ausgewogen &gt;&gt; 3,4</li>
<li>Mit meinem Arbeitsplatz (Schreibtisch, Raum, Licht, Geräusche …) bin ich sehr zufrieden &gt;&gt; 3,2</li>
</ul>
<p>Die Note 2,2 für Wertschätzung durch Vorgesetzte erscheint &#8222;gut&#8220; – und es fällt auf, dass sie genauso gut ist wie die Benotung der Wertschätzung durch Kolleg(inn)en. In diesem Beispiel erscheinen vor allem &#8222;viel Arbeit-wenig (Teil)Zeit&#8220; und die unbefriedigende Gestaltung des Arbeitsplatzes als Probleme für die Mitarbeitenden.</p>
<p>Erst die regelmäßige Durchführung von Befragungen erlaubt Hinweise auf Entwicklungen. Für Unternehmen, die in einer ähnlichen Branche arbeiten und kooperieren bzw. zumindest in keinem Konkurrenzverhältnis stehen, besteht die interessante Möglichkeit, gleich lautende Befragungen der Mitarbeitenden durchzuführen und so eine zusätzliche Perspektive zu erhalten.</p>
<h3>Stimmungen durch Daten erden</h3>
<p>Im Rahmen von Organisationsentwicklungsprojekten gibt es unterschiedliche Settings, in denen eine Situationsanalyse erfolgt und Ziele oder Maßnahmen entwickelt werden: Steuerungsgruppe, Sitzung der obersten Leitung und Workshops mit Mitarbeitenden. Als Themen werden beispielsweise identifiziert:</p>
<p>&#8211;          Die Mitarbeitenden erhalten nicht genügend Wertschätzung durch die Leitung.</p>
<p>&#8211;          Die erste und zweite Leitungsebene ist überlastet.</p>
<p>Befragungen von Mitarbeitenden bieten die Möglichkeit, solche oder ähnliche  Einschätzungen differenzierter zu betrachten und zu erden. Befragungen sind weniger abhängig von Stimmungen bzw. der Zusammensetzungen der genannten Settings.</p>
<p>Die erdende Funktion von Befragungen macht ein anderes Beispiel deutlich: 80 % der Befragten vergaben die Note 1 oder 2, 10 % die Note 5 oder 6. Hier ist die Verteilung deutlich interessanter als der Durchschnitt. Man braucht sich dann im Unternehmen nicht mehr darüber zu streiten, was „die“ generelle Meinung ist oder ob es viele oder wenige Unzufrieden gibt – man kann sich der Frage zuwenden: wie können wir die Personen mit abweichenden Meinungen in einen Bearbeitungsprozess einbeziehen (wenn sie es wollen)?</p>
<h3>Was kann untersucht werden?</h3>
<p>Eine grundlegende Differenz ist die Bewertung (der Güte) eines Themas („Wie zufrieden sind Sie mit der Gestaltung ihres Arbeitsplatzes?“) und der Bewertung der Wichtigkeit dieses Themas („Wie wichtig ist für Sie ein gut gestaltet Arbeitsplatz?). Jeweils beides abzufragen führt zu interessanten Aussagen, macht aber gleichzeitig die Befragung lang (und ermüdend).</p>
<p>Mittels offener Fragen können Veränderungsbedarf, Lösungsideen und Befürchtungen abgefragt werden. Lohnenswert ist ebenfalls die Frage nach eigenen persönlichen Ressourcen (Wissen, Kontakte, Fähigkeiten, Freiraum etc.) oder solchen des Unternehmens, die zur Lösung der Probleme herangezogen werden können. Sie bilden eine gute Basis für die Weiterarbeit am Thema.</p>
<p>In den beiden von uns durchgeführten Befragungen haben wir die sogenannten „Logischen Ebenen“ der Veränderung nach Robert Dilts abgefragt. Das Konzept definiert 6 Ebenen, die für die Analyse des eigenen Handelns und für das Ingangsetzen von Veränderungen genutzt werden können:</p>
<ul>
<li>Umwelt/Kontext (Arbeitsplatz)</li>
<li>Verhalten/Tun/Aufgaben</li>
<li>Fähigkeiten/Kompetenzen</li>
<li>Motivation/Werte/Glaubenssätze</li>
<li>Identität/Rolle</li>
<li>Vision/Zugehörigkeit</li>
</ul>
<p>Eine Befragung ergab, das die Möglichkeiten, interessante Aufgaben zu erledigen und die eigenen Fähigkeiten einsetzen zu können, als sehr gut eingeschätzt wurden, während die Gestaltung des Arbeitsplatzes als eher schlecht eingeschätzt wurde. Dieses Thema war bis dahin übersehen worden – obwohl es für die Arbeitszufriedenheit eine große Rolle spielt.</p>
<p>Wie oben ausgeführt, können einzelne Themen differenziert betrachtet werden, z.B. das Thema „Wertschätzung“:</p>
<ul>
<li>Woran erkennen Sie, dass Leitung Sie/ihre Arbeit schätzt?</li>
<li>Wie drücken Sie Wertschätzung gegenüber Ihren Kolleg(inn)en aus?</li>
<li>Warum wird weniger Wertschätzung ausgedrückt, als es gewünscht wird?</li>
</ul>
<p><a href="http://www.surveymonkey.com">www.surveymonkey.com</a></p>
<p>Überblick Online-Umfragetools</p>
<p><a href="http://www.pcwelt.de/ratgeber/Die_sieben_besten_Online-Umfragetools_-Fuer_kleine_Uuternehmen-8237293.html">http://www.pcwelt.de/ratgeber/Die_sieben_besten_Online-Umfragetools_-Fuer_kleine_Uuternehmen-8237293.html</a></p>
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