Interkulturelles Training für Anleiter*innen

12. und 19. Januar 2023 | 2 Tage Fortbildung, 16 UStd.

530 €

Die Gesellschaft in Deutschland ist durch unterschiedliche Menschen und Lebensrealitäten gekennzeichnet. Auch im Alltag in Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften kommen unterschiedliche Menschen mit vielfältiger sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft zusammen. In unterschiedlichen Maßnahmen und Projekten haben die Differenzen in Bezug auf ethnische, nationale oder soziale Herkunft, Religion, sexuelle Orientierungen, Gesundheit sowie Bildung zugenommen. Im positiven Fall erweitern Teilnehmende und Anleiter*innen so ihren Erfahrungshorizont – etwa klassisch durch gemeinsame Projekte wie Kochen oder Begegnungstreffen. Aber: Die Unterschiede bringen im Zusammenarbeiten auch Missverständnisse und Konflikte mit sich. Spätestens dann sind Anleiter*innen und sie begleitende Fachkräfte gefragt, für ein gelingendes Zusammenarbeiten zu sorgen.

Was es bedeutet, wenn in der praktischen Anleitung vor Ort scheinbare kulturelle Widersprüche oder ethnische Konflikte auftreten, wollen wir in dieser Fortbildung bearbeiten. Wo sind Unterschiede und ihre Thematisierung relevant? Wie können wir sie besprechen und Menschen trotzdem aufrichtig und respektvoll behandeln? Wo sollten wir darüber (zunächst) hinweg sehen und Ursachen und Gesprächsgrundlagen auf andere Weise herstellen?

Dabei werden wir auf die eigenen Vorurteile und Stereotype schauen sowie auf die Rahmenbedingungen in Ihrer Arbeit mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Themen

  • Soziale, kulturelle und ethnische Unterschiede – wahrnehmen, wertschätzen und einordnen.
  • Unterschiede in der Alltagssprache – wie wir unbewusst und bewusst Unterschiede machen.
  • Diskriminierung – Herabwürdigungen, Positive Diskriminierung und Political Correctness.
  • Andersheit – Zwischen Akzeptanz und Überbetonung.
  • Was tun wenn’s brennt? Was kann ich (noch) selbst lösen?

Methoden

Der Dozent hat allgemeine Themen wie zum Beispiel Sprache, Konflikte und Macht auf den konkreten Bedarf von Anleiter*innen herunter gebrochen.

Erfahrens- und handlungsorientierte Übungen, theoretische Inputs, Reflexion des eigenen Handelns, Arbeit an Fällen der Anleiter*innen, Erfahrungsaustausch.

Zielgruppe

Fachkräfte („Anleiter*innen“) aus Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen, die Teilnehmende beschäftigen, anleiten, qualifizieren oder ausbilden. Das Seminar ist für Mitarbeitende konzipiert, die Teilnehmende im Arbeitsprozess begleiten. Für beratende Sozialpädagogen*innen oder Job