Was macht ein Gespräch zu einem schwierigen Gespräch? Bereits die Gedanken an das bevorstehende Gespräch lösen unangenehme Gefühle aus oder sogar körperliche Symptome können auftreten. Dem Gesprächspartner werden schnell unangenehme Eigenschaften oder Verhaltensweisen zugeschrieben. In der Vorwegnahme des Gesprächs malt man sich aus, was alles passieren kann, eben nichts Gutes. All diese Effekte lassen uns wenig locker ins Gespräch gehen. Wir haben nicht den gewohnten Zugriff auf unsere kommunikativen Fähigkeiten, unsere Wahrnehmungsfähigkeit ist oftmals eingeschränkt. Problemlösungen sind schwerer zugänglich.

Hier finden Sie eine Übung, um wieder Zugang zu den vorhandenen Kompetenzen und zur eigenen Beweglichkeit zu finden.

Schwieriges Verhalten beschreiben, die eigenen Interpretationen erkennen

Beschreiben  Sie bitte in Stichworten das Verhalten Ihres Gesprächspartners, das für sie schwierig ist. Nutzen Sie Verben und machen Sie sich ihre Interpretationen bewusst. Verhalten kann man beobachten, Interpretationen entstehen im eigenen Kopf. Zum Beispiel:
Er unterbricht mich immer – ich interpretiere – ihn interessiert meine Sichtweise nicht.

Die eigenen Reaktionen ernst nehmen

Erinnern Sie sich bitte, was das Verhalten bei Ihnen auslöst. Welche Gefühle entstehen und welche spontanen Handlungsimpulse kennen Sie von sich selbst? Zum Beispiel:

„Ich werde ärgerlich, ich spreche immer schneller, ich kann nicht mehr in Ruhe nachdenken…“

Erlebtes Verhalten positiv konnotieren

Lassen Sie  nun Ihrer Kreativität und Phantasie freien Lauf. Welche pos. Effekte und/ oder Absichten könnte das Verhalten haben? Welche neutralen Erklärungen könnte es dafür geben? Fällt Ihnen nichts ein, fragen Sie