Am 31.12.2025 bin ich, Andreas Rauchfuß, nach 29 Jahren aus der Move Organisationsberatung GbR ausgeschieden. Benjamin Weidenbach folgt mir als neuer Gesellschafter. Das freut mich – es geht weiter und Stephanie Frenzer und Britta Sabel haben einen sehr kompetenten und zur Move-Kultur passenden Kollegen hinzugewonnen. Ich werde in 2026 als Freiberufler noch einige Coachings, Trainings und Beratungen durchführen.

Für mich

ist das ein Abschied von Move und vom Berufsleben. Nach meinem Studium zum Diplom Kaufmann wusste ich 1984, was ich nicht wollte: Betriebswirt bei Miele, Daimler oder Coca-Cola werden. Immerhin.  Mehr durch Zufall und aus Neugierde habe ich mich damals für eine mehrjährige, berufsbegleitende gruppendynamische Fortbildung entschieden. Nachdem sich nach dem ersten 4-tägigen Seminar Verwirrung („Selbsterfahrung“), Begeisterung, Freude auf das nächste und Sorge vor dem nächsten Seminar gelegt hatten, war mir klar:  ich möchte zum einen einen Beruf ausüben, in dem ich mich mit mir auseinandersetzen kann und sollte, wenn ich erfolgreich werden will. Zum anderen möchte ich im Beruf viel von meiner Person einbringen können, möglichst wenig nicht zu mir passende Rolle „spielen“.

Diese Impulse waren für mich als Person und für meinen beruflichen Weg Gold wert.  Darüber zu reflektieren, wie einzelne Menschen, wie Gruppen und Teams, wie Institutionen „ticken“ und wie sich Zusammenarbeit und Kommunikation verbessern lassen, war ab 1988 „genau mein Ding“. Durch meine Fortbildungen und meine Arbeit als Organisationsentwickler, Coach und Trainer habe ich sehr viel über Organisationen, berufstätige Menschen und mich (und systemisch natürlich: und den jeweiligen beobachteten Kontext …) erfahren und gelernt. Ich bin dankbar, dass ich so vielen Menschen begegnet bin, die sich mit ihrem Tun und ihrer Person auseinandersetzen und die, gerade in den letzten Jahren, so viele krisenhaften Situationen zu bewältigen hatten.

Mit anderen

Menschen ein Geschäft aufzubauen („und am Kacken zu halten“ hätte der leider schon verstorbene lippische Ruhrgebietler Manfred Gosker vom HAZ ergänzt), gemeinsam zu lernen, Geld zu verdienen und zu versenken und dann noch eng freundschaftlich verbunden zu sein – das ist gar nicht so einfach! Wir, Move, haben das geschafft! Über die Jahre ist es uns gelungen, uns als Personen mit allen Fähigkeiten und „Macken“ wertzuschätzen, zu respektieren und zu akzeptieren. Es gab natürlich auch bei uns Grenzen: wenn die Spülmaschine in der Büroküche objektiv falsch eingeräumt wurde.

Wenn wir zu zweit gearbeitet haben, haben wir immer wieder Rückmeldungen erhalten, dass unser Umgang miteinander bemerkenswert und in gewisser Weise „vorbildlich“ für die jeweilige Person war. Das hat uns gefreut und darin bestätigt, unsere Unterschiede zu zeigen und zu nutzen und divergierende Meinungen durchaus „vor Publikum“ auszutauschen.

Lieber Johannes, liebe Stephanie, liebe Lydia, liebe Britta: wir und unsere Zusammenarbeit sind gemeinsam gut gereift. Es war mir eine Freude!

Und nun

bin ich etwas wehmütig (29 Jahre tolle Menschen um mich herum …), vorfreudig und positiv angespannt, was ich tun werde und wer oder was kommen wird. Ich empfinde es als Privileg, dass ich in diesem Jahr noch einige lieb gewonnene Beratungen und Trainings durchführen kann.

Meine Erfahrungen darin und meine Freude daran, Kommunikation von Gruppen hilfreich zu gestalten, möchte ich in Zukunft politisch-gesellschaftlich nutzen. Mein erstes Projektvorhaben hat die digitale Abhängigkeit und damit Erpressbarkeit Europas von den USA und China zum Gegenstand. Bevor ich Trump und den Tech Bros meine Meinung sage, versuche ich zunächst, mich in Münster einzubringen und eine Veranstaltung zu organisieren.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Menschen, die ich im Laufe meiner Tätigkeit für Move kennengelernt habe, für Vertrauen und Verbindlichkeit, für gegebenes und genommenes Feedback und dafür, dass ich durch Sie und euch sehr viel gelernt habe.

Andreas Rauchfuß, Januar 2026

(Die bekannten Move-Kontaktdaten bleiben bestehen.)